Naturparfum Parfum selber machen

Naturparfum ist  leicht selbst zu mischen, verlassen Sie sich auf ihre Nase.
Es gibt einige Hinweise die zu einem schnelleren Erfolg führen können.
Letztendlich ist das Mischen eines Parfumes einzig und allein Geschmackssache.
Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf und kreieren Sie sich Ihr Lieblingsparfum.

Es gibt zwei Trägersubstanzen die in der Regel verwendet werden.

Jojobaöl
Weingeist

Jojobaöl bietet sich für all jene an die keinen Alkohol auf der Haut vertragen, oder ablehnen.
Jojobaöl ist praktisch geruchsneutral und sehr lange haltbar.
Der Nachteil von Jojobaöl als Träger ist ganz klar, es kann nicht gesprüht werden.
Jojobaöl wird auf die Haut aufgetragen.
Der Vorteil ist die Hautpflege, so ganz nebenbei.

Weingeist lässt sich problemlos sprühen.
Sie können das Parfum, auf Grundlage von Weingeist, zum Beispiel auf die Kleidung sprühen.

Der Duft entwickelt sich in diesen beiden Trägersubstanzen unterschiedlich..
Düfte in Jojobaöl halten nach dem Auftragen länger als Düfte in Weingeist.

Ein Naturparfum sollte aus mindestens 3 einzelnen Düften bestehen.

Basisnote - Herznote - Kopfnote

Basisnote :

Die Basis bildet ein Duft der sehr lange haltbar ist, bis zu einer Woche.
Solche Basisnoten sind zum Beispiel
Benzoe
, Elemi, Geranium, Ingwer, Jasmin, Patchouli, Rose, Sandelholz, Ylang-Ylang

Herznote :

Die Herznote bilden Düfte die etwa 1-3 Tage halten.
Solche Herznoten sind zum Beispiel Anis, Cajeput, Cedernholz, Muskatellersalbei, Macis, Pfefferminze, Rosenholz, Salbei, Vetiver, Weihrauch, Zimt

Kopfnote :

Die Kopfnote bilden Düfte die eher flüchtig sind, also nur relativ kurze Zeit deutlich zu riechen sind.
Solche Kopfnoten sind zum Beispiel Bergamotte, Blutorange, Cananga, Eukalyptus, Fichtennadel, Grapefruit, Kamille, Limette, Mandarine, OrangeZitrone


Es gibt Düfte die eine Komposition "verbinden" können.
Diese Düfte verbinden die Basis,- Herz- und Kopfnote.
Dazu gehören Honig, Lavendel, Tonka und Vanille.

Es gibt eine Faustregel für die Dosierung der einzelnen Basen.

Ein Teil Basisnote
Zwei Teile Herznote
Drei Teile Kopfnote

Diese Faustregel ist allerdings lediglich ein grober "Wegweiser", denn sehr starke Basisnoten wie etwa Patchouli oder Vetiver würden bei dieser Aufteilung den gesamten Duft des Parfums überlagern.
Eine sanfte Basisnote wie etwa Benzoe könnte hingegen sogar höher dosiert werden.

Ich nehme diese Faustregel eher als Hinweis auf die Anzahl der unterschiedlichen Düfte.
Nach dieser Theorie wären 6 verschiedene ätherische Öle für den Anfang völlig ausreichend.

Oftmals sind Düfte die man einzeln nicht bevorzugen würde, in einer Komposition das "Highlight".
Zum Beispiel Pfeffer, Kardamom oder Koriander.

Nun der praktische Teil

Basisnote : Benzoe
Herznote : Weihrauch und Zimt
Kopfnote : Orange und Cananga
"Verbinder" : Honig

15 Tropfen Benzoe
5 Tropfen Weihrauch
2 Tropfen Zimt
15 Tropfen Orange
3 Tropfen Cananga
3 Tropfen Honig

Die Mischung mit Weingeist oder Jojobaöl auf 30 ml auffüllen, in eiem geschlossenen Glasgefäss (zum Beispiel Braunglasflasche)
Nun etwa 2 Wochen, an einem kühlen und dunklem Ort, ruhen lassen.
Während dieser Zeit immer wieder schwenken (nicht schütteln), die einzelnen Düfte brauchen ihre Zeit bis sie sich verbunden haben.

Dokumentieren Sie genau wieviele Tropfen Sie von welchem Öl verwendet haben.
Das ist ausgesprochen wichtig, denn kaum etwas ist so ärgerlich wie seine Lieblingsmischung nicht mehr hinzubekommen.
Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden füllen Sie Ihr Parfum in einen Zerstäuber oder  Dispenser (je nachdem ob Sie Jojobaöl oder Weingeist als Träger verwendet haben).

Oder Sie machen es sich ganz leicht indem Sie eine fertige Mischung hochwertiger ätherischer Öle nehmen.
Einfach 45-50 Tropfen in Weingeist oder Jojobaöl, fertig.












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